DU BIST NICHT KAPUTT. DU BIST NUR VERBOGEN (Monolog)

Shownotes

Sebastian sitzt wieder allein auf der Terrasse – kein Gast, kein Konzept, kein roter Faden. Nur er und Dinge, die er lange mit sich herumgetragen hat. Es geht um einen Tag, den er nicht beim Namen nennt, der aber alles in ein Vorher und ein Nachher geteilt hat. Und um das, was danach kam – wenn die Aufregung vorbei ist, die Anrufe leiser werden und es nachts plötzlich ganz still wird. Das Laute geht vorbei. Das Leise bleibt. Und über das Leise redet keiner.

Zwei Sätze haben ihn durch diese Zeit getragen. Der erste kam von fast allen und hat ihn kleiner gemacht, als er war. Der zweite kam von seiner Tochter – vier Worte, die alles gedreht haben. Du bist nicht kaputt. Du bist nur verbogen.

Ein Gespräch mit sich selbst – über die Frage, die einen nicht loslässt, wenn es still wird, über Zeit als das Kostbarste, das man geliehen hat, und über den Moment, in dem In Arbeit seinen nächsten Schritt geht: zu den Werte Förderern. Nicht als Abrechnung. Als Herzensentscheidung.

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00:00:00: Glück auf ihr Lieben und willkommen zur Arbeit.

00:00:03: Heute keine Gäste, kein roter Faden und kein Konzept.

00:00:07: Heute nur ich und ein paar Dinge die ich lange mit mir rumgetragen habe.

00:00:12: Ich sitze hier auf meiner Terrasse wieder einmal vor dem Mikro Und nehme euch heute mit in etwas was mich verändert hat Nicht weil gerade etwas Schlimmes passiert Sondern weil ich vieles davon sortieren will laut und mit Euch.

00:00:30: Es gibt in jedem Leben so einen Tag der alles in ein vorher und ein nachher teilt.

00:00:36: Ihr wisst welche ich meine, Ich muss sie nicht beim Namen nennen.

00:00:39: Manche Dinge sind auch ohne Namen schwer aber ich habe euch nie erzählt was danach kam wenn die Aufregung vorbei ist Wenn die Anrufe leiser werden, wenn du irgendwann Nachts wach liegst Und es ist ganz still.

00:00:54: Das Laute geht vorbei das Leise bleibt und über das leise redet keiner.

00:01:03: Da sind zwei Sätze aus dieser Zeit die ich nicht mehr los werde.

00:01:08: Zwei Sätze von anderen Menschen.

00:01:12: Der erste kam immer wieder, von fast allen.

00:01:16: So jung!

00:01:18: Du bist auch noch so jung?

00:01:20: Ich weiß bis heute nicht wie die das gemeint haben aber ich weiß genau wie es sich angefühlt hat.

00:01:26: Ich habe diese Verwunderung in ihren Augen gesehen wenn nicht gar entsetzen und auf einmal hab' ich mich gefühlt als wäre ich schuld also müsste ich mich rechtfertigen für meinen eigenen Körper für etwas, das ich mir nicht ausgesucht habe.

00:01:44: Ich lag da und hab mich innerlich entschuldigt bei Menschen die mir eigentlich nur Gutes

00:01:49: wollten.".

00:01:50: Das ist ein komisches Gefühl klein und einsam.

00:01:55: Und dann kam der zweite Satz Der hat alles gedreht.

00:02:01: An einem von diesen schweren Tagen Habe ich zu meiner Tochter gesagt Ich bin kaputt und sie hat mich angeschaut und gesagt Nein Papa Du bist nicht kaputt Du bist nur verbogen.

00:02:19: Verbogen, nicht kaputt.

00:02:22: Verbogen.

00:02:23: Kaputt heißt vorbei.

00:02:25: Weg!

00:02:26: Nicht mehr zu gebrauchen.

00:02:28: Verboggen heißt?

00:02:29: Du kannst dich wieder aufrichten.

00:02:32: Meine Tochter hat mir mit vier Worten etwas gegeben, wonach ich wochenlang gesucht habe.

00:02:37: Nicht armer Papa, kein Entsetzen, kein so jung sondern du bist noch da.

00:02:44: Du musst dich nur wieder gerade biegen.

00:02:47: und da hab' ich gemerkt das ist es was Menschen wirklich brauchen.

00:02:52: Nicht Mitleid, nicht entsetzen sondern jemanden der sie ansieht und sagt Du bist nicht kaputt, steh wieder auf!

00:03:01: Und in genau diesen stillen Tagen war da noch etwas eine Frage die dich nicht mehr loslässt wenn du da so liegst.

00:03:11: Nicht warum ich, sondern wenn es das gewesen wäre hättest gestimmt hätte das wofür ich meine Zeit ausgegeben habe Am Ende gestimmt?

00:03:24: Hätten die Menschen gewusst, was sie mir bedeuten hätte das was von mir übrig bleibt zu dem gepasst Was ich immer behauptet habe wichtig zu finden.

00:03:35: und ich sage es euch ehrlich.

00:03:37: Bei manchen Antworten wurden wir warm Und bei manchen nicht.

00:03:42: Das ist kein schöner Moment aber es ist ein ehrlicher und Ich glaube dass ist das eine was so einen tag dir schenkt wenn du ihn überstehst.

00:03:52: Er nimmt dir die ausreden.

00:03:54: Seitdem weiß ich etwas dass ich vorher nur gesagt habe, Zeit ist nicht selbstverständlich.

00:04:01: Zeit ist geliehen!

00:04:03: Da steht auf tausend Posten und es bedeutet gar nichts bis zu dem Moment in dem es plötzlich alles bedeutet.

00:04:12: Ich stecke meine Zeit heute in die Menschen, die wirklich da sind ganz bewusst.

00:04:18: Und den Rest?

00:04:20: Das lasse ich einfach los ohne Goal und ohne großes Thema Nicht weil ich hart geworden bin Sondern weil ich weiß, wie kostbar die Zeit ist.

00:04:30: Wie ich hab!

00:04:33: Und mittlerweile habe ich fast eine unendliche Geduld bekommen für die Dinge, die zählen Für echte Gespräche... ...für die Frage hinter der Frage.

00:04:43: Irgendwas in mir hat sich sortiert Nicht laut nicht über Nacht aber gründlich und ich merke das an ganz kleinen Sachen An Sachen, über die man sonst gar nicht redet.

00:04:58: Ich mache keine Termine mehr aus reinem Pflichtgefühl Keine Verabredung, bei denen ich schon beim Zusagen weiß, dass ich eigentlich nicht will.

00:05:07: Früher habe ich zugesagt wenn man das halt so macht weil man niemanden vor den Kopf stoßen möchte.

00:05:15: Heute frage ich mich vorher ganz kurz Will Ich Das?

00:05:18: Oder mache ich das nur fürs gute Gewissen?

00:05:21: und Wenn die Antwort Pflichtgefühl ist dann sage ich freundlich ab.

00:05:28: Manches Ist sogar fast komisch!

00:05:31: Ich erwische mich neuerdings wie ich Leuten die mich im Straßenverkehr schneiden Innerlich alles Gute wünsche.

00:05:38: Das ist mir fast unheimlich, ich weiß nicht wer dieser Mann ist aber er sitzt bei mir im Auto.

00:05:44: Große Sachen?

00:05:45: Kleine Sachen!

00:05:47: Egal am Ende ist genau das dein Leben und du hast nur das eine.

00:05:54: Und irgendwann in diesen stüllen Wochen habe ich auch auf das hier geschaut Auf in Arbeit und ich hab mich gefragt Ist das noch was ich brauche und was die Menschen da draußen von mehr brauchen?

00:06:08: Und eins ist mir dabei wichtig.

00:06:11: An dem, was in Arbeit war, war genau gar nichts falsch!

00:06:15: Ich bin stolz auf jede Folge – auf jeden einzelnen Gast – auf alles, was hier gewachsen ist.

00:06:23: Kein Wort davon würde ich zurücknehmen.

00:06:25: Werte waren mir immer wichtig das wisst ihr aber es ist ein Unterschied ob die etwas wichtig ist oder ob es das wird woran du ab jetzt alles andere misst.

00:06:35: Und wenn eine Sache bei dir dieses Gewicht bekommt, dann richtet sich irgendwann alles andere danach aus.

00:06:41: Ganz von allein!

00:06:44: In Arbeit hat bei der Expertif GmbH Laufen gelernt.

00:06:48: Da hat man an dieses Format geglaubt als es das noch gar nicht richtig gab.

00:06:54: Man hat mir Vertrauen gegeben und Raum – und vieles was dieser Podcast heute kann, kann er weil er dort starten durfte.

00:07:03: Dafür bin ich dankbar.

00:07:05: Von Herzen.

00:07:06: Das bleibt auch so.

00:07:08: Und jetzt ist es mir wichtig, dass sie mich nicht falsch versteht.

00:07:11: Das hier ist keine Abrechnung – da hat genau nichts gefehlt.

00:07:15: im Gegenteil!

00:07:17: Das ist kein Weg von….

00:07:20: das ist ein Mir nach!

00:07:23: Ich habe mich bewegt und ich nehme in Arbeit einfach mit dahin wo ich heute stehe.

00:07:30: Deshalb zieht in Arbeit weiter zu den Werteförderern.

00:07:34: Nicht weil die Werte förderer besser werden sondern weil Sie genau das wollen worum's mir geht Menschen einen Kompass geben.

00:07:43: Ehrlich mitsortieren, was wahr ist und was dran ist.

00:07:48: Zwei die dasselbe wollen und dasselben meinen.

00:07:52: Die gehören irgendwann unter einem Dach.

00:07:54: Und ja für mich ist das eine Herzensentscheidung!

00:07:59: Und wer meine Geschichte kennt der weiß wie leise und wie wörtlich ich das gerade meine.

00:08:04: Warum erzähle ich euch das alles so offen?

00:08:07: Warum mache ich das nicht einfach still im Hintergrund?

00:08:10: weil ich von euch genau das will was mir dieser Tag beigebracht hat.

00:08:15: Warte nicht auf euren Tag, auf den Moment an dem euch das Leben die Ausreden nimmt ob ihr wollt oder nicht.

00:08:22: Setzt euch heute hin!

00:08:23: An einem ganz normalen Dienstag und stellt euch die eine Frage, die alles ordnet.

00:08:29: wenn es das gewesen wäre Würde stimmen?

00:08:34: Und da wo die Antwort nein ist Da fangt an Heute Nicht später.

00:08:40: Das ist keine leichte Frage, das weiß ich und ihr muss auch keiner allein beantworten.

00:08:45: und ich merke dass gerade selbst bei den Menschen die zu den Werteförderern kommen.

00:08:50: Die kommen nicht, weil gerade alles brennt!

00:08:53: Die kommen, weil sie merken ich funktioniere nur noch Ich weiß gar nicht mehr was ich eigentlich will.

00:09:00: Dieses Gefühl so kann es nicht weitergehen Es trägt nicht mehr Und ich sage euch wie so ein Gespräch abläuft Damit ihr wisst dass das kein Motivationszirkus ist.

00:09:13: Es ist ruhig.

00:09:15: Im besten Fall sitzen wir uns gegenüber und das erste ist nicht reden Das erste ist Ankommen.

00:09:21: Nur kurze Übungen und Stille.

00:09:23: Erst dann fangen wir an Und alles dreht sich um eine einzige Frage Was ist wahr?

00:09:30: Und was ist dran?

00:09:32: Der Mensch beschreibt sein Thema Und ich stelle Fragen.

00:09:37: Wir gehen gemeinsam durch, was davon wirklich wahr ist Und was davon etwas mit ihm zu tun hat.

00:09:43: Kein du schaffst das schon.

00:09:46: Keine fertigen Lösungen von der Stange Sondern ehrlich sortieren.

00:09:51: Und was am Ende dabei rauskommt ist meistens kein fertiger Plan, sondern Klarheit oder wenigstens der erste Schritt in eine Richtung die sich endlich wieder nach dem eigenen Weg anfühlt.

00:10:04: Ich bin nicht am Ziel ich weiß nicht mal genau wie das Ziel aussieht aber ich weiß heute genauer als je zuvor wo ich mich will und dass es ein gutes Gefühl.

00:10:16: und wenn du gerade selbst so einen vorher- und nachher hinter dir hast oder mitten drin steckst vielleicht bist du nicht kaputt vielleicht bist Du nur verbogen und verbogen heißt Du kannst dich wieder aufrichten.

00:10:30: Danke dass ihr da seid, danke das ihr zuhört und dass ihr mit mir diesen Weg geht.

00:10:37: Passt auf euch auf!

00:10:38: Auf die Menschen, die ihr euch tragen und auf die Zeit, die er hat weil Achtung Prosta Sie geliehen ist Und weil geliegene Zeit Die kostbarste überhaupt ist.

00:10:53: Wir bleiben in Arbeit.

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